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 Handbuch:  Evaluation – was haben wir erreicht?

 Phase E: Evaluation – was haben wir erreicht?

Wirkung beurteilen

Frage: Wie wird die Wirkung der LA21 beurteilt?

Kurz gesagt:                                         Anhand geeigneter Indikatoren kann die Entwicklung der Gemeinde in Richtung Nachhaltigkeit beurteilt werden. Indikatoren reichen aber nicht aus, um die Wirkungszusammenhänge genau zu verstehen. Zusätzlich sollten die konkreten Massnahmen evaluiert werden. Die Erkenntnisse, die daraus gezogen werden, sind Grundlage für die Weiterentwicklung der LA21.

 

Verschiedene Evaluationsdimensionen

Grundsätzlich können zwei Dimensionen einer LA21 evaluiert werden: Einerseits der Prozess und andererseits die Wirkungen. Die Prozessevaluation befasst sich mit der Qualität des LA21-Prozesses als solchem. Beispielsweise würde darunter die Frage fallen, ob die Mitwirkungsverfahren erfolgreich und den Anforderungen entsprechend gestaltet waren. Die Prozessevaluation wird hier nicht näher besprochen, sie ist Bestandteil des Prozessmanagements (>> Prozessmanagement).
Die Wirkungsevaluation befasst sich mit den effektiven „Outcomes“ einer LA21: Konnten die formulierten Ziele mit den eingesetzten Massnahmen und Ressourcen tatsächlich erreicht werden? Mit „Outcomes“ wird dabei das bezeichnet, was beim Handeln „herauskommt“, d.h. sowohl die erwünschten und direkten als auch die unerwünschten und indirekten Auswirkungen.

 

Anwendung von Indikatoren

Sobald die Gemeinde ihre Entwicklungsziele festgelegt hat (>> Ziele formulieren), kann ein Set von Indikatoren erarbeitet werden, das über die Erreichung dieser Ziele Auskunft gibt (>> Indikatoren entwickeln). Danach müssen die aktuellen Werte dieser Indikatoren ermittelt werden – eine oft nicht ganz einfache Aufgabe, da nicht für jede Gemeinde alle Daten verfügbar sind und teilweise eigens erhoben werden müssen. Je nach Budget der LA21 besteht die Möglichkeit, eine externe Person bzw. Stelle mit dieser Arbeit zu beauftragen (>> Externe Beratung beiziehen).

Nach einem ersten Bericht, der die Indikatoren und ihre aktuellen Werte (Ist-Zustand) beschreibt, sollten regelmässige Nachhaltigkeitsberichte (z.B. alle vier Jahre = Legislaturperiode) verfasst werden, die über den Stand dieser Werte und über die Tendenz ihrer Entwicklung Auskunft geben. Es ist wichtig, diese Berichte der Öffentlichkeit zu präsentieren, damit die Bevölkerung immer über die Wirkungen der LA21 informiert ist und ihr Interesse an einer nachhaltigen Entwicklung aufrecht erhalten wird. Die Indikatoren und die zugehörigen Werte können auch übers Internet zugänglich gemacht und somit einfacher und häufiger aktualisiert werden.

 

Evaluation von Massnahmen

Anhand von Indikatoren kann zwar die Entwicklung einer Gemeinde in Richtung Nachhaltigkeit gemessen werden, Indikatoren geben aber nicht Aufschluss über die konkreten Wirkungszusammenhänge. Wenn sich ein Indikator positiv entwickelt, heisst das nicht zwingend, dass die ausgewählten Instrumente und Massnahmen Grund für diese Entwicklung sind – es sind möglicherweise andere Faktoren, die den Indikator beeinflussen. Eine umfassende Wirkungsevaluation muss deshalb die getroffenen Massnahmen in den Blick nehmen und Antwort auf die Frage suchen, wie diese Massnahmen wirken und wie nicht. Wurde beispielsweise ein öffentlicher Platz umgestaltet (z.B. durch Schaffung von Sitz- und Spielmöglichkeiten), um die Lebensqualität in einem Quartier zu verbessern, so muss evaluiert werden, ob der Platz auch wirklich genutzt wird, von wem er genutzt wird, ob es Gruppen gibt, die durch die Umgestaltung verdrängt wurden, ob die Anwohnerinnen und Anwohner mit dem Platz zufrieden sind etc.

Während Indikatoren die komplexen Wirkungszusammenhänge nicht im Detail abbilden können, bietet die Evaluation von Massnahmen die Möglichkeit, genauer hinzuschauen und zu verstehen, was alles durch eine Massnahme ausgelöst wurde. Massnahmen haben häufig auch unbeabsichtigte Wirkungen zur Folge, die durch die Indikatoren nicht oder nicht transparent abgebildet werden.

Im Rahmen einer solchen Evaluation kommen – in Abhängigkeit von Fragestellung, Ziel und vorhandenen Ressourcen – verschiedene Methoden der sozialwissenschaftlichen Forschung zum Einsatz: Standardisierte oder nicht-standardisierte Befragungen, Expertengespräche, Inhaltsanalysen, Beobachtung etc. Je nach finanziellen Möglichkeiten empfiehlt es sich auch, für die Durchführung einer solchen Evaluation eine externe Beratung beizuziehen (>> Externe Beratung beiziehen).

 

Aus Erfahrungen lernen

Eine seriös durchgeführte Evaluation der Massnahmen kann dabei helfen, die eingeschlagene Strategie zu reflektieren und die gewählten Massnahmen bei Bedarf zu verbessern bzw. andere Massnahmen zu ergreifen. Es kann sich auch lohnen, einen Blick auf bereits durchgeführte Evaluationen in ähnlichen Politikbereichen zu werfen. Beispielsweise haben verschiedene Bundesämter eigene Evaluationsabteilungen oder geben Evaluationen an Externe in Auftrag. Aus den Erfahrungen mit bestimmten Massnahmen, die in diesen zahlreichen Berichten dokumentiert sind, können auch Gemeinden Vieles lernen. Möglicherweise geben die vorhandenen Berichte Aufschluss darüber, wie eine bestimmte Massnahme wirkt und woran sie scheitern kann (>> Instrumente und Massnahmen auswählen). Daraus können Schlüsse für das eigene Projekt gezogen werden, allerdings immer unter dem Vorbehalt, dass die Rahmenbedingungen der Projekte in verschiedenen Gemeinden und zu verschiedenen Zeitpunkten nicht identisch sind. Allenfalls besteht auch die Möglichkeit, die für ein Projekt verantwortliche Person beim Bund oder in einer anderen Gemeinde nach ihren Erfahrungen zu fragen. Aufgrund solcher Abklärungen können die eigenen Projekte und Strategien verbessert werden, ohne eine kostenintensive Evaluation durchgeführt zu haben. Sicherlich bietet aber eine professionelle Evaluation der eigenen LA21 bzw. bestimmter Teilprojekte die beste Grundlage für ihre Weiterentwicklung.

 

Linkverzeichnis

  • http://www.are.admin.ch/themen/nachhaltig/00268/00551/index.html
    Auf der Website des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE) werden Kernindikatoren für die Nachhaltigkeit von Städten und Gemeinden beschrieben. Aktueller Stand der Entwicklung und Verwendung von Nachhaltigkeitsindikatoren in der Schweiz. Links zu den Beispielen Genf und Zürich.
  • http://www.bag.admin.ch/evaluation/02357/02362/index.html?...
    Das Kompetenzzentrum für Evaluation des BAG (Bundesamt für Gesundheit) hat einen Leitfaden für die Planung von Evaluationen entwickelt. Der Leitfaden soll all jene Personen, die eine Projektevaluation planen, auf eine Reihe wichtiger Punkte hinweisen.
  • http://www.naturama.ch/projekte/pro_down0.cfm
    Die vom Kanton Aargau entwickelte Checkliste Interessenabwägung Nachhaltigkeit kann für die Beurteilung von grösseren Vorhaben in Hinblick auf eine Nachhaltige Entwicklung angewendet werden. In der Schlussphase oder nach Abschluss eines Vorhabens angewendet, kann sie helfen, dessen Nachhaltigkeitseffekt zu beurteilen. Auf der Homepage steht die Checkliste zum Download zur Verfügung. Die dort erhältliche elektronische Checkliste ist nur mit Windows-PC nutzbar (Access). Einige wenige Fragen der Checkliste sind auf den Kanton Aargau bezogen und machen nur Sinn im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeitspolitik dieses Kantons. Unten bei den Literaturangaben stehen die Checkliste Interessenabwägung Nachhaltigkeit, der zugehörige Bericht "Nachhaltige Entwicklung im Kanton Aargau" und dessen Anhang mit 30 Indikatorblättern zum runter laden bereit.
  • http://www.bfe.admin.ch/energie/index.html?...
    Das Bundesamt für Energie hat seit den frühen 90er Jahren Evaluationen im Energiebereich durchgeführt und das Aktionsprogramm 2000 in Auftrag gegeben, in dem die Evaluationstätigkeiten erweitert und vertieft wurden. Die erste Phase des partnerschaftlichen Aktionsprogramms für Energieeffizienz und erneuerbare Energien hat sich als verlässliche Plattform in einem dynamischen energiepolitischen Umfeld erwiesen. Im Moment steht es in der zweiten Etappe (2006-2010) und bereits ist der Prozess für die Weiterführung und Neuausrichtung von EnergieSchweiz nach 2010 lanciert. Die Website bietet verschiedene Berichte und Informationen rund ums Thema Energieeffizient und erneuerbare Energien.

 

Literaturverzeichnis

  • Born, Manfred (1997): Indikatoren zur Nachhaltigen Entwicklung. Bremen: Econtur.
    Liefert einen guten Überblick über verschiedene Indikatorensysteme.
  • Bussmann, Werner et al. (Hrsg.) (1997): Einführung in die Politikevaluation. Basel und Frankfurt am Main: Helbing & Lichtenhahn.
    Umfassende Einführung in die Evaluationsforschung. Insbesondere Teil IV „Durchführung, Konzepte, Methoden“ bietet aufschlussreiche Informationen darüber, wie bei der Durchführung einer Evaluation vorgegangen werden sollte.
  • Bundesamt für Raumentwicklung & Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr , Energie und Kommunikation (Hrsg.) (2004): Nachhaltigkeitsbeurteilung. Rahmenkonzept und methodische Grundlagen. Bern: BBL.
    Leitfaden zur Nachhaltigkeitsbeurteilung (NHB), in welchem ein Rahmenkonzept zur Durchführung einer Nachhaltigkeitsbeurteilung auf Bundesebene vorgestellt wird. Darin finden sich viele Informationen zum Thema Nachhaltigkeitsbeurteilung. Zum Rahmenkonzept wurde ein Anhang herausgegeben, in welchem anhand von illustrativen Beispielen von bereits durchgeführten Nachhaltigkeitsbeurteilungen das methodische Vorgehen aufgezeigt wird.
  • Bundesamt für Raumentwicklung & Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr , Energie und Kommunikation (Hrsg.) (2004): Nachhaltigkeitsbeurteilung. Leitfaden in Kürze. Bern: BBL.
    Leitfaden in kurzer Form zu oben erwähntem Rahmenkonzept zur Nachhaltigkeitsbeurteilung (NHB).
  • Bundesamt für Raumentwicklung (Hrsg.) (2004): Instrumente der Nachhaltigkeitsbeurteilung: Bestandesaufnahme und Orientierungshilfe. Bern: BBL.
    Zusammenstellung der in der Schweiz verfügbaren Instrumente zur Nachhaltigkeitsbeurteilung. Bietet einen Gesamtüberblick über noch in der Entwicklung befindliche, als Prototyp vorliegende und bereits angewendete Instrumente. Die wichtigsten Eigenschaften der Instrumente werden beschrieben, so dass eine Auswahl für einen jeweiligen spezifischen Kontext erleichtert wird. Der Schwerpunkt liegt auf den Instrumenten zur Beurteilung von Projekten.
  • Kanton Aargau (2006): Checkliste Interessenabwägung Nachhaltigkeit des Kantons Aargaus.
    Checkliste Interessenabwägung Nachhaltigkeit als zip-Datei. Für eine detaillierte Beschreibung siehe oben bei den Links.
    »Download Kanton Aargau_2006 (zip; 211kB)
  • Kanton Aargau (2005): Nachhaltige Entwicklung im Kanton Aargau.
    Für eine detaillierte Beschreibung siehe oben bei den Links.
    »Download Kanton Aargau_2005 (pdf; 3722kB)
  • Kanton Aargau (2005): Anhang zum Bericht "Nachhaltige Entwicklung im Kanton Aargau".
    Für eine detaillierte Beschreibung siehe oben bei den Links.
    »Download Kanton Aargau_2005_Anhang (pdf; 564kB)
  • Bundesamt für Raumentwicklung (2007): Nachhaltigkeitsbeurteilung von Projekten auf der Ebene der Kantone und Gemeinden.
    Das Bundesamt für Raumentwicklung hat einen Leitfaden herausgegeben, der Grundlagenwissen zur Nachhaltigkeitsbeurteilung zur Verfügung stellt. Neben dem Grundlagenwissen finden sich nützliche Tipps für die Wahl eines geeigneten Beurteilungsinstrumentes und zur Bedeutung der Kommunikation. Im Anhang werden ausserdem verschiedene in der Schweiz entwickelte und angewendete Beurteilungsinstrumente detailliert präsentiert. Der Leitfaden richtete sich im Besonderen an VerteterInnen der öffentlichen Hand (Kantone, Gemeinden).
    »Download ARE_2007 (pdf; 1281kB)
  • Interdepartementaler Ausschuss Nachhaltige Entwicklung (Hrsg.) (2007): Nachhaltige Entwicklung in der Schweiz - ein Wegweiser. Bern: ARE.
    Das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) hat einen Wegweiser zur Nachhaltigen Entwicklung und deren Umsetzung in der Schweiz erarbeitet. Neben einer generellen Orientierung über das Thema liefert die Publikation Grundlagen zur Messung und Beurteilung der nachhaltigen Entwicklung auf nationaler Ebene.
    »Download IDANE_2007.pdf (pdf; 16885kB)
  • Bundesamt für Statistik (2008): Nachhaltige Entwicklung in Kürze 2008 - 17 Schlüsselindikatoren zeigen den Fortschritt. Neuchâtel: BFS.
    Vom Bundesamt für Statistik (BFS), dem Bundesamt für Raumentwicklung (ARE), der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) gemeinsam herausgegebene Broschüre, in der in kompakter Form der Stand der Umsetzung von Nachhaltiger Entwicklung (Stand 2008) in der Schweiz präsentiert wird. Der Fortschritt der Schweiz auf dem Weg zu einer Nachhaltigen Entwicklung wird anhand von 17 Schlüssel-Indikatoren aus dem Indikatorensystem MONET aufgezeigt.
    »Download BFS_2008 (pdf; 597kB)
  • Stadt Syke (Hrsg.) (2002): Nachhaltigkeitsbericht der Stadt Syke 2002.
    Ausführlicher Nachhaltigkeitsbericht zur Agenda 21 der Stadt Syke (Deutschland). Ausführungen zur Entwicklung und Anwendung des Indikatorensets sowie über den Stand der Entwicklung der Stadt in den Bereichen Umwelt, Wirtschaft und Soziales.
    »Download Syke_Nachhaltigkeitsbericht_2002.pdf (pdf; 1136kB)
  • Fricker, Jonas et al. (2010): Nachhaltigkeitsorientierte Führung von Gemeinden. Einführung und Leitfaden für die Praxis. Chur: Rüegger Verlag.
    Der Leitfaden des Kompetenzzentrums für nachhaltige Gemeinden bietet in übersichtlicher Form eine Zusammenstellung von Hinweisen, Instrumenten und Checklisten mit Blick auf eine nachhaltige Entwicklung von Gemeinden. Die Darstellung von Modellen und Ansätzen der Prozessgestaltung ebenso wie die vielen Praxisbeispiele unterstützen eine zielorientierte Gestaltung und Überprüfung der Prozesse, die erforderlich sind, wenn sich eine Gemeinde in ihrer Entwicklung an der Idee der Nachhaltigkeit orientieren will. Zur praxisnahen Gestaltung des Leitfadens gehört es auch, dass die Einführung einer nachhaltigkeitsorientierten Gemeindeführung an den konkreten Schritten, die dabei zu erfolgen haben, gezeigt wird. Eine Auswahl der Instrumente, Checklisten und Beispiel steht auf www.nogf.ch online zur Verfügung.
  • Bundesamt für Statistik (2011): Nachhaltige Entwicklung in Kürze 2010 - 16 Schlüsselindikatoren zeigen den Fortschritt. Neuchâtel: BFS.
    Vom Bundesamt für Statistik (BFS), dem Bundesamt für Raumentwicklung (ARE), der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) gemeinsam herausgegebene Broschüre, in der in kompakter Form der aktuelle Stand der Umsetzung von Nachhaltiger Entwicklung in der Schweiz präsentiert wird. Der Fortschritt der Schweiz auf dem Weg zu einer Nachhaltigen Entwicklung wird anhand von 16 Schlüssel-Indikatoren aus dem Indikatorensystem MONET aufgezeigt.
    »Download BFS_2011.pdf (pdf; 1523kB)
  • Bundesamt für Statistik & Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (1999): Nachhaltige Entwicklung in der Schweiz. Materialien für ein Indikatorensystem. Eine Pilotstudie unter Verwendung der Methodik der Kommission für nachhaltige Entwicklung der UNO (CSD). Neuchâtel: Bundesamt für Statistik.
    In diesem Bericht des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft (vormals BUWAL, heute BAFU) und des Bundesamtes für Statistik (BFS) werden die Resultate einer Pilotstudie zur Entwicklung von Nachhaltigkeitsindikatoren präsentiert. Das Ziel der Studie war es, eine Grundlage zu liefern für ein Indikatorensystem zur Beurteilung der Nachhaltigkeit in der Schweiz. Ausgangspunkt der Studie bildete das Indikatorensystem der Kommission für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (CSD). In einem ersten Schritt wurden aus den 134 Indikatoren der CSD 33 Indikatoren ausgewählt, die dann auf die Schweiz angewendet wurden. Das Fazit der Studie ist, dass es mit den Indikatoren der CSD nicht möglich sei, eine umfassende und differenzierte Evaluation der nachhaltigen Entwicklung in der Schweiz vorzunehmen. Stattdessen werden ein spezifisch für die Schweiz entwickeltes Indikatorensystem und eine breite Debatte um das Monitoring einer nachhaltigen Entwicklung in der Schweiz als nötig erachtet, um ein geeignetes und breit abgestütztes Monitoring-System zu entwickeln. Der Bericht gibt Einblick in Vorarbeiten, Vorgehen und Grundlagen, die zum Indikatorensystem MONET der Schweizerischen Eidgenossenschaft führten.
  • Göll, Edgar et al. (2007): Lokale-Agenda-21-Projekte und ihre Wirkungen. Evaluation und Einschätzungen. Berlin: Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT). (WerkstattBericht Nr. 81).
    Dieser Bericht des Institutes für Zukunftsstudien (IZT) widmet sich der Evaluation von LA21-Projekten in Berlin. Dabei wird sichtbar, welche Fragestellungen im Rahmen von Evaluationsbestrebungen von LA21-Prozessen oder Einzelprojekten einer LA21 gestellt werden können und welche Methoden dabei sinnvollerweise angewendet werden. Im Fall der präsentierten Evaluationen wurden von ExpertInnen sowohl qualitative wie quantitative Analysen durchgeführt. Da im Blick der Evaluation vor allem Einzelprojekte stehen, lassen sich die Ergebnisse auch auf LA21-Projekte im kleineren Rahmen, wie sie in der Schweiz üblich sind, übertragen und Einsichten in die Methode der Evaluation solcher Projekte einer LA21 - oder einer kleineren Agenda 21 als die in Berlin - gewinnen.
    »Download Göll et al._2007 (pdf; 737kB)
  • Kanatschnig, Dietmar & Schmutz, Petra (2000): Leitfaden zur Selbstevaluation – 20 Arbeitsschritte zur Optimierung der Projektarbeit. Wien: Österreichisches Institut für Nachhaltige Entwicklung, Universität für Bodenkultur.
    Der im Auftrag des Österreichischen Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft erstellte Leitfaden bietet eine praxisnahe Anleitung zur Durchführung einer Selbstevaluation in 20 Arbeitsschritten. Der Leitfaden soll helfen, dass Projekte und Programme, insbesondere im Bereich nachhaltiger Entwicklung, als kontinuierliche kollektive Lernprozesse gestaltet werden können. Neben den Grundlagen der Evaluation werden die im Durchführungsprozess notwendigen Arbeitsschritte im Leitfaden in Form kurzer, übersichtlicher und praktischer Handlungsanweisungen beschrieben.
    »Download Kanatschnig et al._2000.pdf (pdf; 158kB)


 Weiteres dazu im
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 Dokumentinformationen
  • Autorin: K. Gasser
  • Erstellt:
    19. Oktober 2004
  • Redaktorin: A. Di Giulio
  • Dokumententyp: Wegmarken