Handbuch: Thema: Gesundheit
Gesundheit
Kurz gesagt: Gesundheit ist etwas Dynamisches und umfasst nicht nur den Körper, sondern auch das emotionale und soziale Wohlbefinden. Gesundheit muss immer wieder aktiv hergestellt werden, und diese Aufgabe kommt nicht nur dem einzelnen Individuum zu, sondern auch der Gemeinschaft, in der ein Individuum lebt. Zu denken ist dabei nicht nur an kurative Massnahmen bei Krankheit und Störungen, sondern auch an die Gesundheitsförderung. Dazu gehören etwa Massnahmen gegen Bewegungsmangel, gegen ungesunde Ernährung oder übermässigen Genussmittelkonsum, aber auch Massnahmen zur Förderung der Partizipation und sozialen Teilhabe. Angesichts der Breite des Themas und der Vielfalt an möglichen Massnahmen bietet es sich an, dass im Rahmen der Gemeindeentwicklung Schwerpunkte gesetzt werden. Selbstverständlich ist das Thema Gesundheit aber auch mit anderen Themen der Nachhaltigkeit verbunden, da viele davon Faktoren berühren, die auf die Gesundheit einwirken (z.B. Luftverschmutzung, soziale Teilhabe oder Gestaltung von Naherholungsräumen).
Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit (WHO)
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat 1948 Gesundheit als Zustand eines vollkommenen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens umschrieben. Gesundheit ist also nicht nur die Abwesenheit von Krankheit. Die „Salutogenese“, der Prozess der Entstehung und Aufrechterhaltung von Gesundheit, spielt in diesem Verständnis eine wichtige Rolle. Gesundheit wird als etwas Dynamisches gesehen, das immer neu aktiv hergestellt wird, ein Produkt aus nahezu allen das Leben bestimmenden Einflussfaktoren. In diesem Prozess sind die so genannten Gesundheitsressourcen zentral. Damit werden Möglichkeiten bezeichnet, die eine Person hat, um ihr psychisches und physisches Wohlbefinden herzustellen und die ihr helfen, mit Gesundheitsbelastungen umzugehen. Deshalb ist im Zusammenhang mit Gesundheit nicht nur an kurative (d.h. krankheitsheilende), sondern vor allem an gesundheitsfördernde Massnahmen zu denken. So gesehen weist Gesundheit eine grosse Nähe auf zum Begriff des guten Lebens, dem zentralen Ziel einer nachhaltigen Entwicklung >> Nachhaltigkeit – Geschichte einer Idee. Die umfassende Sichtweise auf die Gesundheit öffnet Gemeinden ein breites Spektrum an Möglichkeiten, im Rahmen der Gemeindeentwicklung zur Gesundheit der Bevölkerung beizutragen.
Gesundheit als Querschnittsthema einer nachhaltigen Gemeindeentwicklung
Gesundheit wird nicht nur im Kapitel 6 der Agenda 21 explizit aufgegriffen, sondern zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Agenda 21. Insofern liegt es nahe, Gesundheit im Zusammenhang mit nachhaltiger Entwicklung als ein Querschnittsthema zu betrachten. Auf der einen Seite lassen sich Faktoren, die der menschlichen Gesundheit im Wege stehen, bestimmen. Dies sind nicht nur Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung oder übermässiger Genussmittelkonsum, sondern zum Beispiel auch Arbeitslosigkeit, Luftverschmutzung oder ein zunehmend beschleunigter Lebensstil. Auf der anderen Seite finden sich verschiedene Faktoren, welche die Gesundheit fördern. Hier sind z. B. Naherholungsmöglichkeiten oder ein tragfähiges Netz von sozialen Beziehungen zu nennen. Die menschliche Gesundheit ist also auch unmittelbar verknüpft mit dem Zustand der Umwelt und der Gesellschaft. Entsprechend finden sich in den anderen Handlungsfeldern, die im Online-Handbuch von Planet 21 behandelt werden, viele Aktivitäten, die sich zumindest indirekt auf die Gesundheit auswirken. Insbesondere betrifft dies die Handlungsfelder >> Lebensqualität >> Landschaftsentwicklung >> Verkehr und Mobilität.
Schutz und Förderung der Gesundheit sollten aber auch aus wirtschaftlichen Überlegungen hohe Priorität geniessen. Zum einen ist die Gesundheit der Bevölkerung eine grundlegende Voraussetzung für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit einer Gesellschaft. Zum andern haben sich die Gesundheitsausgaben (u. a. für kurative Massnahmen) in der Schweiz in den letzten 15 Jahren real verdoppelt. Es gibt warnende Stimmen, welche mahnen, dass sich die Gesellschaft die zunehmend hohen Kosten für eine technisch und personell aufwändige kurative Medizin auf Dauer nicht leisten kann. Auch deshalb kommt präventiven und gesundheitsfördernden Massnahmen eine hohe Bedeutung zu.
Die Einflussfaktoren auf die Gesundheit sind vielfältig und stehen untereinander in Wechselwirkung. Gesundheitsförderung versucht positiv auf diese Faktoren einzuwirken. Einige Faktoren, deren ein Einfluss auf die Gesundheit nachgewiesen ist, sind zum Beispiel:
- Soziale Unterstützung und soziale Netzwerke haben eine puffernde Wirkung gegenüber Belastungen; gut integrierte Personen weisen geringere Erkrankungs- und Sterblichkeitsraten auf.
- Arbeit und Arbeitsbedingungen: Ständiger Lärm, Schichtarbeit und Überforderung begünstigen z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
- Einkommen und sozialer Status: Armut und ein niedriger sozialer Status können die Gesundheit beeinträchtigen.
- Physische Umwelt, Wohnen: Lärm oder schlechte Wohnverhältnisse (z.B. Wohnung mit Schimmelpilz) können die Gesundheit beeinträchtigen.
- Physische Umwelt, Umgebung: Natürliche Landschaftsräume, wie zum Beispiel Wälder, Parkanlagen, Gärten oder Gewässer können die Gesundheit fördern >> Landschaftsentwicklung.
- Gesundheitsverhalten und Lebensstil: Gewohnheiten wie z. B. Rauchen oder wenig Bewegung schaden der Gesundheit.
- Wetter und Klima: Wetterphänomene und klimatische Veränderungen können sich sowohl positiv wie negativ auf die Gesundheit auswirken. So beeinflussen z.B. die Jahreszeiten die Ausübung körperlicher Aktivitäten, was Auswirkungen auf die Gesundheit hat.
Partizipation stärkt Wohlbefinden
Wichtige Gesundheitsressourcen sind so genannte Lebens- und Bewältigungskompetenzen. So wurde beobachtet, dass sich z. B. Gefühle von Machtlosigkeit und fehlende Kontrollmöglichkeiten negativ auf die Gesundheit auswirken. Ursprünglich aus der Gemeindepsychologie stammt der Begriff „Empowerment“. Dabei wird für Menschen ein höheres Mass an Selbstbestimmung über ihre persönlichen und gemeinschaftsbezogenen Lebensumstände gefordert, wodurch sie auch zur Stärkung ihrer Gesundheit befähigt werden. Zentral ist dabei, dass Kompetenzen und Mündigkeit einer Person anerkannt werden. Partizipative Prozesse sind geeignet, um dieser Forderung nach vermehrter Mitbestimmung nachzukommen >> Nachhaltigkeit – weshalb partizipativ. Insofern sind auch Beteiligungsprojekte, die keinen direkten Bezug zu Gesundheit aufweisen, mit Blick auf die Gesundheit wertvoll. Denn die Menschen erleben dabei, dass sie durch ihre Aktivitäten etwas bewirken können, und das trägt zu ihrem Wohlbefinden bei.
Aktivitäten zur Gesundheit auf Gemeindeebene können eingeteilt werden in
- präventive Massnahmen, bei denen Gesundheitsrisiken vermindert werden (z.B. Temporeduktion in Wohnquartieren >> Verkehr und Mobilität) und
- gesundheitsfördernde Massnahmen, bei denen der Zugang zu Gesundheitsressourcen gefördert wird (z.B. Sportangebote ausweiten, sichere Fuss- und Velowege >> Förderung Fuss- und Radverkehr).
Zuständigkeiten und Unterstützung
Gesetzgebung und Vollzug liegen im Gesundheitswesen weitgehend in kantonaler Kompetenz. Im Bereich der Gesundheitsförderung verfügen die Gemeinden über eine relativ grosse Autonomie. Unterstützung finden sie nicht nur durch kantonale Fachstellen im Gesundheitsbereich, sondern auch durch andere nationale und kantonale Programme:
- Neben den klassischen Gesundheitsthemen (z. B. Aids- und Tabakprävention oder Krebsvermeidung) fördert das Bundesamt für Gesundheit (BAG) Aktivitäten zu weiteren Themen im Gesundheitsbereich. Dazu gehört beispielsweise der Aktionsplan Umwelt und Gesundheit (APUG, 1997-2007), der die Verknüpfung von Umwelt- und Gesundheitsthemen förderte. Mit dem Modell der Pilotregionen hat der APUG gezeigt, wie ein Bundesprogramm gemeinsam mit lokalen und regionalen Partnern umgesetzt werden kann. Projekte mit grosser Innovationskraft wurden finanziell unterstützt und begleitet. Viele davon bewegten sich an Schnittstellen, so z.B. zwischen Luftreinhaltung und Gesundheit, weshalb auch andere Bundesämter beteiligt waren (z. B BAFU).
- Das Bundesamt für Sport (BASPO) führt die Geschäftsstelle des Netzwerks Gesundheit und Bewegung Schweiz. Dessen Ziel besteht darin, den Anteil der bewegungsaktiven Bevölkerung durch die Unterstützung von Interventionen zu erhöhen.
- Gesundheitsförderung Schweiz fördert und koordiniert die Umsetzung von Projekten mit nationaler und regionaler Bedeutung. Sie leistet finanzielle Beiträge, technische Hilfe und Beratung.
Die Ausgaben für Prävention sind in der Schweiz mit einem Anteil von 2.5% an den Gesamtgesundheitskosten sehr niedrig. Umso wichtiger ist es, abzuklären, ob gesundheitsfördernde Projekte durch nationale oder kantonale Programme oder Fachstellen finanziell oder konzeptionell unterstützt werden, und ob Materialien (Broschüren, Ausstellungen usw.) zu einem Thema vorhanden sind (>> LA21 – Zuständigkeiten in der Schweiz).
Auf internationaler Ebene finden Aktivitäten im Bereich Gesundheit normativen Rückhalt im Kapitel 6 der Agenda 21 und in der Ottawa Charta der WHO.
Gesundheitsförderung bringt in verschiedenen Feldern Vorteile für die Gemeinde
Gesundheit als Querschnittsthema kann Themenschwerpunkt einer Lokalen Agenda 21 sein. Denkbar ist sogar, eine breite Palette von Aktivitäten beispielsweise zum Thema Mobilität, Förderung regionaler Produkte oder Stärkung sozialer Beziehungen unter diesem Thema zu vereinen (>> LA21 – Nutzen und Aufwand).
Es dürfte allerdings schwierig sein, aus der Fokussierung auf das Thema Gesundheit einen direkt quantifizierbaren Nutzen für eine Gemeinde nachzuweisen. Vorteile einer Gesundheitsförderung schlagen sich zunächst vor allem in Faktoren wie Wohlbefinden und Zufriedenheit der Bevölkerung nieder. Die Vorteile können nicht durch einfache kausale Zusammenhänge abgebildet werden, und zum Teil zeigen sie sich erst längerfristig. Diese Faktoren wie die genannten können für eine Gemeinde jedoch von grosser Wichtigkeit sein, z. B. im Rahmen der Profilierung der Gemeinde im Standortwettbewerb.
Probleme und Stolpersteine
Eine grosse Herausforderung bei gesundheitsbezogenen Aktivitäten besteht darin, dass auch Personen erreicht werden, die nicht bereits für die aufgegriffenen Themen sensibilisiert sind (>> Nachhaltigkeit – weshalb partizipativ, >> Akteure mobilisieren und begleiten).
Eine weitere Herausforderung ergibt sich daraus, dass gesundheitsschädigendes oder -förderndes Verhalten nicht nur durch den Zugang zu Ressourcen oder durch Handlungsbarrieren (strukturelle Rahmenbedingungen, Verhältnisse,) bestimmt wird, sondern oft auch verknüpft ist mit individuellen Gewohnheiten (Verhalten). Der Nutzen einer Veränderung wiederum ist nicht immer unmittelbar spürbar. Um eingeschliffene Verhaltensmuster zu durchbrechen, reichen punktuelle Aktionen selten. Eine gewisse Kontinuität der Projekte ist deshalb unabdingbar, damit Aussicht auf Erfolg besteht.
Subjektive versus objektive Risikobewertung
Bei der Auswahl und Gewichtung von Themen im Bereich Gesundheit sollte bedacht werden, dass die subjektive Einschätzung von Risiken und Risikofaktoren häufig Verzerrungen unterliegt. Das Risiko, persönlich gefährdet zu sein, wird bei alltäglich vorhandenen und freiwillig eingegangenen Risiken (z.B. Rauchen, fettes Essen) unterschätzt. Bei weniger bekannten, nicht kontrollierbaren Risiken hingegen wird das persönliche Risiko überschätzt (z.B. Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung durch BSE, so genannter „Rinderwahnsinn“). Grundsätzlich sollte diese Tatsache bei der Priorisierung von Handlungsfeldern in einer Gemeinde berücksichtigt werden, und den objektiv grösseren Gesundheitsrisiken sollte Vorrang gegeben werden. Es kann aber auch Sinn machen, ein Handlungsfeld, in dem das Risiko subjektiv überbewertet wird, zu bevorzugen, da ein solches Gefühl der Bedrohung das Wohlbefinden negativ beeinträchtigt.

Begründung für Handlungsfelder
Angesichts der Vielzahl von Faktoren, welche die Gesundheit beeinflussen, ist es für eine Gemeinde unabdingbar, bei ihren gesundheitsbezogenen Aktivitäten einen Schwerpunkt zu setzen. Es ist deshalb wichtig, die örtliche Situation zu analysieren und eine Bestandesaufnahme bisheriger Aktivitäten vorzunehmen.
Für das elektronischen Handbuch werden die Handlungsfelder Bewegung und Lebensraum vertieft werden. Ausschlaggebend dafür, dass gerade diese Handlungsfelder zur Bearbeitung ausgewählt wurden, ist, dass Akteure einer Gemeinde ohne umfangreiches Spezialwissen aktiv werden können, dass bei der Gestaltung von Projekten ein relativ breiter Handlungsspielraum gegeben ist und dass ein grosser Teil der Bevölkerung davon betroffen ist. Sobald die Bearbeitung der Handlungsfelder erfolgt ist, werden sie im Handbuch Planet 21 aufgeschaltet werden.
Linkverzeichnis
- http://www.bag.admin.ch/
Bundesamt für Gesundheit.
- http://web.archive.org/web/20080616145006/http://www.apug.ch/
Aktionsplan Umwelt und Gesundheit (APUG, 1997 – 2007): Unter der Leitung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) und des Bundesamtes für Umwelt (BAFU, ehemals BUWAL) verfolgte dieser Aktionsplan das Ziel, die Bereiche Umwelt und Gesundheit zu verknüpfen und dadurch zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Neben der Förderung der Kooperation und Vernetzung der Akteure und Institutionen der beiden Bereiche wurden drei Pilotregionen unterstützt, die je eines von drei Schwerpunktthemen durch innovative Projekte beispielhaft umsetzen sollten. Die Schwerpunktthemen waren Mobilität und Wohlbefinden, Natur und Wohlbefinden sowie Wohnen und Wohlbefinden. Hinweis zur Verlinkung: Da die ursprüngliche Website nicht mehr verfügbar ist, wird auf das Archiv www.archive.org verwiesen. Die Darstellung der verlinkten Seite kann vom Original abweichen und die Vollständigkeit des ursprünglichen Inhalts ist nicht in jedem Fall gegeben.
- http://www.gesundheitsfoerderung.ch/
Schweizerische Stiftung für Gesundheitsförderung: Die Stiftung regt Massnahmen zur Förderung der Gesundheit und Verhütung von Krankheiten an und fördert und koordiniert die Umsetzung entsprechender Projekte von nationaler und regionaler Bedeutung. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten leistet sie finanzielle Beiträge, technische Hilfe und Beratung. Auf der Homepage findet sich zudem eine Palette von Informationsmaterial.
- http://www.radix.ch
Radix: Die Stiftung, verfolgt das Ziel, gesundheitsorientierte Aktivitäten in verschiedenen Institutionen zu fördern. Sie stellt in ihrer Dokumentationsstelle InfoDoc verschiedene Informationsangebote zur Verfügung.
- http://www.healthorg.ch
Datenbank für Akteure in Gesundheitsförderung und Prävention.
- http://www.zepra.info/gemeinden-links.html
Das Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung (ZEPRA) des Kantons St. Gallen führt auf dieser Seite eine ausführliche Linksammlung zu verschiedenen Gesundheitsthemen.
- http://www.gesunde-schulen.ch/html
Schweizerisches Netzwerk Gesundheitsfördernder Schulen: Ziel sind gesundheitswissenschaftlich fundierte Interventionen zur Verbesserung der Schul- und Bildungsqualität und zur Entfaltung und Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens an Schulen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Vernetzung der gesundheitsfördernden Schulen.
- http://www.helmholtz-muenchen.de/flugs/
Fachinformationsdienst Lebenswissenschaften, Umwelt und Gesundheit (FLUGS): Das deutsche Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit (GFS) bietet auf dieser Homepage wissenschaftlich fundierte Informationen zu Themen von A-Z zur Unterstützung von Multiplikatoren an.
- http://www.aefu.ch
Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz: Der Verein gibt die Zeitschrift Oekoskop zu thematischen Schwerpunkten an der Schnittstelle zwischen Umwelt und Gesundheit heraus.
- http://www.who.int/en/
European Centre for Environment and Health: Das europäische Regionalbüro der WHO betreibt in Rom ein Europäisches Zentrum für Umwelt und Gesundheit. Auf der Website stehen zahlreiche aktuelle Meldungen und Hintergrundberichte zum Herunterladen bereit.
Literaturverzeichnis
- Abraham, Andrea et al. (2007): Landschaft und Gesundheit. Das Potenzial einer Vernetzung zweier Konzepte. Bern: Institut für Sozial- und Präventivmedizin Abteilung Gesundheitsforschung der Universität.
In der Arbeit werden die Resultate einer Literaturrecherche zum Thema Landschaft und Gesundheit präsentiert. Mittels sechs Komponenten werden die Begriffe miteinander verbunden. Dabei zeigt sich, dass diese Verbindung grosses Potential in sich birgt, jedoch sowohl auf Forschungs- wie auf Interventionsebene noch wenig entsprechende Anstrengungen unternommen werden. Die gesundheitsfördernde Gestaltung und Nutzung von Landschaftsräumen wird als noch wenig bewusst genutzt dargestellt.
- Brundtland, Gro Harlem (2000): Grundrecht Gesundheit. Vision: Mehr Lebensqualität für alle. Frankfurt/New York: Campus Verlag.
Eine Beschreibung der grossen weltweiten Herausforderungen im Gesundheitsbereich im 21. Jahrhundert und Visionen, wie eine nachhaltige Gesundheitsförderung vorausschauend verwirklicht werden kann.
- Faltermaier, Toni (2005): Gesundheitspsychologie. Stuttgart: Verlag Kohlhammer.
Eine systematische Einführung in die Gesundheitspsychologie.
- Fehr, Rainer et al. (2005): Gesundheit und Umwelt. Ökologische Prävention und Gesundheitsförderung. Bern: Hans Huber Verlag.
Ein Überblick über wichtige und breit einsetzbare Konzepte und Methoden ökologischer Prävention und Gesundheitsförderung, ergänzt durch illustrierende Praxisbeispiele.
- Schwarzer, Ralf et al. (Hrsg.) (2002): Gesundheitspsychologie von A bis Z. Ein Handwörterbuch. Göttingen: Hogrefe-Verlag.
Ein alphabetisch geordnetes Nachschlagewerk zu aktuellen Konzepten, Theorien, Forschungsthemen und Befunden der Gesundheitspsychologie, zu Public Health und Verhaltensmedizin.
- Sektion Gesundheit und Umwelt des Bundesamtes für Gesundheit (2007): 10 Jahre Gesundheit und Umwelt. Bern.
In der Broschüre werden die Erfahrungen des Bundesamtes für Gesundheit im Bereich der Themenverknüpfung von Gesundheit und Umwelt in übersichtlicher Form dargestellt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Aktionsprogramm zum APUG.
- Thommen, Oliver et al. (2007): Evaluationsschlussbericht des Aktionsprogramms zum Aktionsplan Umwelt und Gesundheit (APUG). Institut für Sozial- und Präventivmedizin in Zusammenarbeit mit der Interfakultären Koordinationsstelle für Allgemeine Ökologie.
Es wird über die Prozess- und Resultatevaluation der Instrumente Pilotregionen, Vernetzung und Innovationspool berichtet und eine Gesamtbewertung des Aktionsprogramms zum APUG wird vorgenommen. Erfahrungen, Stärken und Schwächen der Programmelemente werden erörtert. Eine Kurzform (Executive Summary) ist erhältlich.
- Trojan, Alf & Legewie, Heiner (2001): Nachhaltige Gesundheit und Entwicklung. Leitbilder, Politik und Praxis der Gestaltung gesundheitförderlicher Umwelt- und Lebensbedingungen. Frankfurt: Verlag für Akademische Schriften.
Eine sehr ausführliche Gesamtdarstellung der bisherigen Erfahrungen mit den beiden UNO-Leitbildern „Nachhaltige Gesundheit für alle“ und „Nachhaltige Entwicklung“ mit Schwerpunkt Deutschland.