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 Handbuch:  Aufgaben, die den LA21-Prozess begleiten

 
 

Partizipative Verfahren bestimmen

Frage: Was ist bei der Auswahl eines partizipativen Verfahrens zu beachten?

Kurz gesagt: Bei der Bestimmung eines partizipativen Verfahrens steht eine grosse Zahl von Methoden zur Auswahl. Die Wahl des geeigneten Verfahrens hängt in erster Linie vom Ziel ab, das damit verfolgt wird. Weiter beeinflussen die Art und Weise der Entscheidungsfindung, die Anzahl der Teilnehmenden und die ins Auge gefasste räumliche Dimension die Wahl der geeigneten Methode.

 

Kurze Gebrauchsanweisung

Im Rahmen eines LA21-Prozesses können verschiedene partizipative Verfahren zu verschiedenen Zeitpunkten und mit unterschiedlichen Zielsetzungen zum Einsatz kommen. Je nach verfolgtem Ziel und Zeitpunkt wird das jeweilige partizipative Verfahren etwas anders aussehen. Bei jedem der geplanten partizipativen Prozesse gilt es, bestimmte Schritte hinsichtlich Zielbestimmung, Planung und Umsetzung durchzuführen. Diese Schritte werden in diesem Kapitel näher vorgestellt.

Ein partizipativer Prozess sollte gut vorbereitet und geplant werden (>> Partizipation planen und umsetzen). Wesentlicher Teil der Planung ist die Auswahl geeigneter partizipativer Verfahren (Zukunftswerkstatt, Szenario-Workshop, Fokusgruppen etc.). Ausschlaggebend für die Wahl des Verfahrens ist in erster Linie das Ziel des partizipativen Prozesses. Bei der Wahl zu berücksichtigen sind ausserdem:

  • die Art und Weise, wie eine die Entscheidungsfindung erfolgen
  • die Anzahl der Teilnehmenden
  • die ins Auge gefasste räumliche Dimension

Die folgenden Seiten beinhalten verschiedene Checklisten zur Auswahl geeigneter partizipativer Verfahren. Am Ende des Abschnittes findet sich eine Liste, in der die wichtigsten partizipativen Methoden systematisch aufgelistet sind. In den verschiedenen Ebenen der Liste finden Sie die dem entsprechenden Verfahren zugeordneten Angaben. Dabei gilt, analog zu den Checklisten: Zahlen stehen für das Ziel, grosse Buchstaben für die Entscheidungsfindung und Kleinbuchstaben für die räumliche Dimension eines Verfahrens. Indem Sie die Checklisten durchgehen, können Sie das für Sie geeignete Verfahren anhand der verschiedenen Parameter bestimmen. Wenn Ihr Ziel beispielsweise lautet „Eine gemeinsame Vision entwickeln“, können Sie alle Verfahren suchen, die auf dieses Ziel ausgerichtet sind. Dazu schauen Sie in der Liste nach, welche Methoden unter der entsprechenden Überschrift („Ziel:“) die der Checkliste „Ziel des partizipativen Prozesses“ entsprechende Zahl – in unserem Beispiel eine „4“ – aufweisen.

 

Checkliste „Ziel des partizipativen Prozesses“

Überlegen Sie sich, welches Ziel Sie mit dem partizipativen Prozess in erster Linie verfolgen (>> Partizipation planen und umsetzen). Falls Sie verschiedene Ziele verfolgen, bestimmen Sie welches Hauptziel sie anstreben.

  1. Eine gemeinsame Kommunikationsbasis schaffen
    Sie haben die Situation, dass verschiedene Akteure überhaupt ein erstes Mal angegangen werden sollen, um Bereitschaft zur Kommunikation überhaupt erst zu schaffen. Sie müssen also zuerst eine Basis schaffen, die die Beteiligten zum Dialog animiert.
  2. Sich einigen, gemeinsam aktiv zu werden
    In Ihrer Gemeinde besteht ein Problem, eine unbefriedigende Situation, und diese wurde erkannt. Evtl. wurden auch vereinzelte Versuche unternommen, etwas zur Verbesserung beizutragen. Diese Versuche führten aber aus mangelnder Akzeptanz und/oder Beteiligung nicht zu einem befriedigenden Ergebnis. Sie wollen deshalb gemeinsam und mit möglichst vielen Betroffenen etwas unternehmen.
  3. Regeln für ein gemeinsames Vorgehen festlegen
    Sie haben in Ihrer Gemeinde entschieden, gemeinsam aktiv werden zu wollen. Damit es nicht zu Konflikten kommt, wollen sie gemeinsam Regeln aufstellen, die den Umsetzungsprozess strukturieren. (Z.B. dazu wie die einzelnen Akteure eingebunden werden, wie kommuniziert wird oder wie Entscheide gefällt werden).
  4. Eine gemeinsame Vision oder ein Leitbild entwickeln
    In Ihrer Gemeinde besteht kein akutes Problem. Es fehlt Ihnen aber an einer Vision, an Zielen für die zukünftige Entwicklung. Sie wollen einen umfassenden LA21-Prozess durchführen und wollen in diesem Rahmen eine Vision erarbeiten.
  5. Massnahmen bestimmen, wie bestehende Visionen und Ziele umgesetzt werden sollen
    Es ist Ihnen in Ihrer Gemeinde klar, wohin es gehen soll. Vision und Ziele sind vorhanden. Sie sind nun auf der Suche nach einem geeigneten Weg, die Ziele zu erreichen.
  6. Konkrete Planung von Projekten
    In Ihrer Gemeinde steht die konkrete Planung eines Projekts an (z.B. Verkehrsprojekt, Neugestaltung des Zentrums). Dabei sollen die Betroffenen einbezogen werden, um einen Weg zu finden, der für alle Betroffenen akzeptabel ist.
  7. Konflikte offen legen und Lösungen suchen
    Ein bestimmtes Thema bewegt Ihre Gemeinde, es herrscht Unzufriedenheit, ohne dass es aber zu einem Konflikt gekommen ist. Sie wollen nun dieses Thema aufgreifen und nach Lösungen suchen, bevor der Konflikt entbrennt.
  8. Probleme analysieren und lösen
    Sie haben in Ihrer Gemeinde ein komplexes Problem, das von einer Fachperson alleine weder analysiert noch gelöst werden kann. Gefragt sind desahlb das Wissen und die Erfahrung verschiedener Personen.
  9. Struktur und Abläufe erneuern sowie die (Arbeits-)Kultur ändern
    Die gesamte Gemeindeverwaltung, einzelne ihrer Abteilungen oder andere Gruppen ihrer Gemeinde bedürfen einer neuen Struktur. Die Abläufe sind nicht optimal und sollten verbessert werden. Dazu wollen sie das Wissen der Betroffenen nutzen, auch damit die Umsetzung möglichst reibungslos vonstatten geht.

 

Checkliste „Wie eine gemeinsame Vision, eine gemeinsame Strategie zustande kommt“

Wie soll in ihrer Gemeinde die gemeinsame Vision, das gemeinsame Leitbild oder die gemeinsame Strategie zustande kommen? Kreuzen Sie das auf Ihren Fall zutreffende Feld an. Oft sind Kombinationen möglich. Entscheiden Sie sich für das für Sie wichtigere Modell.

  1. Identifikation schaffen
    Die Vision, die Problemlösung oder die Strategie soll vorgestellt und die Umsetzung und Konkretisierung gemeinsam erarbeitet werden.
  2. Konsultieren
    Vision, Problemstellung, Strategie sollen nicht gemeinsam erarbeitet werden, aber vor der Entwicklung der gemeinsamen Vision, der Problemlösung oder der Strategie sollen die Meinungen und Ideen der Betroffenen eingeholt werden.
  3. Gemeinsam erarbeiten
    Die Vision, die Problemlösung oder die Strategie sollen gemeinsam in einem dialogorientierten Prozess erarbeitet werden.

 

Checkliste „Anzahl Teilnehmende“

Die folgende Checkliste soll Ihnen dabei helfen, die Anzahl der Teilnehmenden zu bestimmen. Kreuzen Sie an, ob die umschriebene Akteurgruppe unbedingt einbezogen werden muss („must have“); ob es schön, aber nicht unbedingt nötig wäre, sie dabei zu haben („nice to have“); oder ob sie nicht einbezogen werden soll. Schätzen Sie die erwartete Anzahl Teilnehmerinnen und Teilnehmer für jede Gruppe.

 

Tabelle 1: Mögliche Teilnehmende an partizipativem Verfahren

Tabelle 1: Mögliche Teilnehmende an partizipativem Verfahren

 

Checkliste „räumliche Dimension“

Soll sich das partizipative Verfahren auf die kommunale, die regionaler oder die nationale Ebene beziehen?

  1. Kommunal Der partizipative Prozess soll in der Gemeinde durchgeführt werden.
  2. Regional Der partizipative Prozess soll in mehreren Gemeinden oder im Kanton durchgeführt werden.
  3. National Der partizipative Prozess soll landesweit durchgeführt werden.

 

Übersicht über partizipative Verfahren

Bei der folgenden Übersicht handelt es sich um eine Auswahl partizipativer Verfahren, die sich im Zusammenhang mit nachhaltiger Gemeindeentwicklung besonders eignen. Die Verfahren sind anhand der oben dargestellten Kriterien beschrieben. Literaturhinweise befinden sich am Ende der Auflistung.

 
Open Space Technology (OST)
 
Runder Tisch
  • Ziel:
    • 1 Gemeinsame Kommunikationsbasis schaffen
    • 2 Gemeinsam aktiv werden
    • 3 Regeln aushandeln
    • 4 Gemeinsame Vision entwickeln
    • 5 Massnahmen bestimmen
    • 7 Konflikte offen legen
    • 8 Probleme lösen
  • Verfahren:
    • Kurzbeschreibung: Eine gemeinsame Beratung aller von einem Konflikt oder einer Planung Betroffener. Ziel ist es, einen Dialog über Sachprobleme zu führen und konsensorientiert nach Lösungen zu suchen. Nur ausgewählte Interessengruppen sind vertreten. Alle beteiligten Gruppen sind gleichberechtigt (unabhängig von politischer oder wirtschaftlicher Stärke).
    • Art der Entscheidungsfindung: B Konsultieren C Gemeinsam erarbeiten
    • Anzahl Teilnehmende: 3 – 50
    • Räumliche Dimension: a Kommunal b Regional c National
  • Links:
 
Szenario Workshop (EASW, European Awareness* Scenario Workshop) *Sensibilisierungsworkshop
  • Ziel:
    • 2 Gemeinsam aktiv werden
    • 4 Gemeinsame Vision entwickeln
    • 5 Massnahmen bestimmen
    • 7 Konflikte offen legen
    • 8 Probleme lösen
  • Verfahren:
    • Kurzbeschreibung: Der Szenario-Workshop hat zum Ziel, eine gemeinsame Planung bezüglich einer lokalen Problemstellung zu fördern, und zwar ausgehend von einer gemeinsamen Vision. Als Grundlage dafür erarbeiten externe Expertinnen und Experten Szenarien. Die (heterogenen) Teilnehmenden überarbeiten diese Szenarien und leiten daraus einen Aktionsplan ab.
    • Art der Entscheidungsfindung: B Konsultieren C Gemeinsam erarbeiten
    • Anzahl Teilnehmende: 24 - 32
    • Räumliche Dimension: a Kommunal
  • Links:
 
Zukunftswerkstatt
 
Zukunftskonferenz

 

Anwaltsplanung

 

Fokusgruppen

 

Planungszelle / Bürgergutachten
 
Konsenskonferenz

 

Kooperative Diskurse
  • Ziel:
    • 7 Konflikte offen legen
    • 8 Probleme lösen
  • Verfahren:
    • Kurzbeschreibung: Kooperative Diskurse sind ein Dialogverfahren, an dem alle relevanten Interessengruppen beteiligt sind. Ziel ist die Aushandlung von Kompromissen zwischen gegensätzlichen Interessen und Werthaltungen. Dies erfolgt mit Hilfe bestimmter Verfahrenskombinationen: Kriterienfindung durch Mediation, Klärung von Auswirkungen durch Gruppen-Delphi* und Abwägung von Handlungsoptionen durch Planungszellen.
* Darunter werden Verfahren verstanden, durch die eine Gruppe mittels strukturierter Befragungen (oft schriftlich und anonym) versucht, ein komplexes Thema zu strukturieren.
    • Art der Entscheidungsfindung: B Konsultieren C Gemeinsam Entwickeln
    • Anzahl Teilnehmende: 20 – 50
    • Räumliche Dimension: a Kommunal b Regional c National
  • Links:

 

Mediation

 

Real Time Strategic Change (RTSC)
  • Ziel:
    • 2 Gemeinsam aktiv werden
    • 5 Massnahmen bestimmen
    • 7 Konflikte offen legen
    • 8 Probleme lösen
    • 9 Struktur und Kultur ändern
  • Verfahren:
    • Kurzbeschreibung: Die Real Time Strategic Change-Konferenz (RTSC-Konferenz) hat zum Ziel, vorgegebene Visionen, Ziele und Programme gemeinsam zu überarbeiten und alle Beteiligten dafür zu gewinnen. Der strategische bzw. kulturelle Wandel soll auf sehr breiter Basis in Gang gesetzt werden.
    • Art der Entscheidungsfindung: A Identifikation schaffen B Konsultieren Gemeinsam erarbeiten
    • Anzahl Teilnehmende: 50 – 2000
    • Räumliche Dimension: a Kommunal b Regional
  • Links:
 
Participatory Rapid Appraisal (PRA)
  • Ziel:
    • 4 Gemeinsame Vision entwickeln
    • 5 Massnahmen bestimmen
    • 8 Probleme lösen
    • 9 Struktur und Kultur ändern
  • Verfahren:
    • Kurzbeschreibung: Participatory Rapid Appraisal ist eine Methode zur Gewinnung von Daten, die im Idealfall zu grosser Beteiligung führt. In dichter Folge werden verschiedene Erhebungs-, Planungs- und Animationsmethoden eingesetzt (z. B. verschiedene Interviewtechniken, Gespräche und Diskussionen („Küchentischgespräche“), Beobachtungen, Herausarbeiten von Hierarchien Fokusgruppen). Durch die Kombination der Methoden und durch die aktive Teilnahme der Befragten entsteht ein breites Bild einer Problemsituation, und ein hohes Entwicklungspotential wird aufgedeckt.
    • Art der Entscheidungsfindung: A Identifikation schaffen B Konsultieren C Gemeinsam erarbeiten
    • Anzahl Teilnehmende: 15 – 100
    • Räumliche Dimension: a Kommunal
  • Links:

 

 

Linkverzeichnis

 

Literaturverzeichnis

  • Apel, Heino et al. (Hrsg.) (1998): Wege zur Zukunftsfähigkeit – ein Methodenhandbuch. Bonn: Stiftung Mitarbeit.
    Diese Publikation richtet sich in Form eines übersichtlichen Methodenhandbuches an Personen, die partizipative Methoden auf lokaler Ebene umsetzen wollen. Die einzelnen Methoden werden anhand von Beispielen aus dem Raum Deutschland illustriert. Von den hier skizzierten Methoden werden im Methodenhandbuch von Apel et al. die Open Space Technology, der Runde Tisch, die Zukunftswerkstatt und die Zukunftskonferenz näher beleuchtet.
  • Beckmann, Jens & Keck, Gerhard (1999): Beteiligungsverfahren in Theorie und Anwendung. Leitfaden. Baden-Württemberg: Akademie für Technikfolgenabschätzung.
    Dieser auf die Umsetzung ausgerichtete Leitfaden gibt in übersichtlicher Form Auskunft über eine Vielzahl partizipativer Verfahren (darunter auch die meisten der hier skizzierten Methoden und Verfahren) und stellt konkrete Beispiele dazu dar.
  • Born, Manfred et al. (2000): Neue Formen der Bürgerbeteiligung. Bremen: Econtur – Internationale Agentur für Nachhaltige Projekte.
    Dieses Buch ist ein modern gestaltetes Handbuch für Gemeinden und Behörden, die ein partizipatives Vorgehen in die Praxis umsetzen wollen. Neben dem Stand der Diskussion der Partizipation in Agenda 21-Prozessen allgemein wird insbesondere auf die Moderation solcher Pozesse und das kooperative Planungsverfahren eingegenagen.
  • Dürrenberger, Gregor & Behringer, Janette (1999): Die Fokusgruppe in Theorie und Anwendung. Baden-Württemberg: Akademie für Technikfolgenabschätzung.
    Dieses Büchlein ist ausschliesslich der Methode der Fokusgruppe gewidmet. Das Verfahren der Fokusgruppe wird näher vorgestellt und durch Beispiele illustriert.
  • Häusler, Richard et al. (1998): Lokale Agenda 21. Zukunft braucht Beteiligung. Bonn: Wissenschaftsladen.
    In diesem praktischen Handbuch zur Umsetzung der Agenda 21 auf der lokalen Ebene finden sich Informationen über die Open Space Technology (OST), die Methoden Zukunftswerkstatt und Zukunftskonferenz sowie die Planungszelle. Dabei wird ausführlich auf die Rolle der Moderation eingegangen.
  • Leith, Martin (2001): Leith's Guide to Large Group Intervention Methodes. Brighton: The Innovation Agency.
    Der Text setzt sich mit verschiedenen partizipativen Verfahren für grosse Gruppen auseinander. Konkret werden verschiedene Konferenzmodelle, die Real Time Strategic Change (RTSC) und die Open Space Technology (OST) erläutert.
  • Ley, Astrid & Weitz, Ludwig (Hrsg.) (2003): Praxis Bürgerbeteiligung. Ein Methodenhandbuch. Bonn: Stiftung Mitarbeit.
    Bei diesem Werk handelt es sich um ein ausführliches Methodenhandbuch zum Thema Partizipation. Darin wird eine Vielzahl von Methoden vorgestellt, darunter auch viele der hier skizziertenen Verfahren.
  • Zschiesche, Michael (1998): Bürger bewegen! Berlin: Unabhängiges Institut für Umweltfragen e.V.
    Das Buch stellt eine Einführung in Methoden und Formen der Partizipation im Rahmen einer Lokalen Agenda 21 dar und ist praktisch auf die Umsetzung ausgerichtet. Von den hier skizzierten Methoden werden die meisten in diesem Buch näher vorgestellt und durch Beispiele erläutert.
  • Rösener, Britta (2007): Partizipationsprozesse gestalten: Worauf kommt es an? In: Jonuschat, Helga et. al. (Hrsg.): Partizipation und Nachhaltigkeit. Vom Leitbild zur Umsetzung. München: oekom. S. 76-80.
    Im Artikel werden Fragen und Probleme der Gestaltung von partizipativen Prozessen aufgenommen und Hinweise zu deren Lösung präsentiert.
  • Kollmann, Gerhard et al. (2003): Partizipation. Ein Reiseführer für Grenzüberschreitungen in Wissenschaft und Praxis. München & Wien: Profil-Verlag.
    Aus den Erfahrungen in einem transdisziplinären, partizipativen Forschungsprozess in Österreich ist ein "Reiseführer" zum Thema Partizipation entstanden. Dieser bietet neben einer Darstellung von Grundlagenwissen und einer Zusammenstellung von Methoden der BürgerInnenbeteiligung Einblick in verschiedene weitere Aspekte von Partizipationsprozessen. Im zweiten Teil werden des Weiteren viele Beispiele von Partizipationsprozessen vorgestellt. Das präsentierte Wissen ist so aufbereitet, dass es für alle möglichen Arten von Partizipationsprozessen von Interesse und Nutzen ist.
  • Wolf, Henrike (2005): Partizipation und Lokale Agenda 21. Ein interkommunaler Vergleich aus organisationssoziologischer Perspektive. Marburg: Tectum.
    Diese Dissertation befasst sich breit mit dem Thema Partizipation in Lokalen Agenda 21 Prozessen auf kommunaler Ebene. Neben allgemeinen Ausführungen zu Nachhaltigkeitsprozessen, Lokale Agenda 21 und zur Partizipationsforschung geht das Kapitel 5 konkret auf die Rahmenbedingungen der Partizipation auf der Gemeindeebene ein. Dabei werden die Rahmenbedingungen, Akteure, Medien, mögliche Formen sowie Gefässe der Partizipation auf kommunaler Ebene erörtert. Im selben Kapitel werden des Weiteren die wichtigsten Partizipationsverfahren vorgestellt. Im zweiten Teil der Dissertation werden die Umsetzungen der Lokalen Agenda 21 Prozesse in drei Deutschen Städten einem Vergleich unterzogen. Dies erfolgt unter besonderer Berücksichtigung der dabei umgesetzten Partizipationsverfahren und -formen. Am Ende der Dissertation werden ausgehend von diesem Vergleich Handlungsanregungen für die Gestaltung von Agenda 21-Prozessen in Hinblick auf Partizipation gemacht.
  • Nolte, Frank (2006): Lokale Agenda 21 zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Nachhaltige Entwicklung, ihre Aufnahme in Recht und Praxis. Berlin: Duncker & Humblot.
    Dissertation, die sich fundiert mit verschiedensten Themen rund um die Agenda 21 und ihrer lokalen Umsetzung befasst. Neben der in den einleitenden Kapiteln geleisteten Darstellung der Entstehung und Entwicklung der Agenda 21 sowie der Darstellung der Geschichte der Idee der Nachhaltigen Entwicklung ist das umfassende Kapiteln E der Partizipation und dem Dialog in lokalen Agenda 21-Prozessen gewidmet. Neben Problemfeldern der Partizipation werden dabei die Kommunikation, Aktivierungsprobleme und zu beachtende Akteure eingehend und konkret behandelt. Ein Abschnitt ist des Weiteren den neuen Partizipationsansätzen und -verfahren gewidmet (E, IV.). Nachgedacht wird in der Dissertation ausserdem über den Nutzen erfolgreicher Partizipation für Gemeinden (E, V.).
  • Buchecker, Matthias & Schultz, Barbara (2000): Lebendiges Dorf, lebendiges Quartier. Wie Bewohnerinnen und Bewohner die Entwicklung mitgestalten. Ein Leitfaden. Birmensdorf: WSL.
    Von der Abteilung Landschaft und Gesellschaft der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL herausgegebene Broschüre, die methodische Hinweise, wie Mitgestaltungsprozesse durchgeführt werden können, liefert. Des Weiteren werden Quellen für weiterführende Informationen präsentiert. Unter http://www.wsl.ch/land/products/lebendiges_dorf/ finden sich ausserdem die Broschüre ergänzende Internetangebote (wie z.B. eine Checkliste) sowie eine Plattform für den Erfahrungsaustausch.
  • Klages, Helmut et al. (2008): Bürgerbeteiligung durch lokale Bürgerpanels. Theorie und Praxis eines Instruments breitenwirksamer kommunaler Partizipation. (Band 32 der Reihe "Modernisierung des öffentlichen Sektors"). Berlin: Edition Sigma.
    Dieses Buch präsentiert die Erfahrungen mit der Bürgerbeteiligungsmethode "lokales Bürgerpanel". Neben den im zweiten Kapitel präsentierten Ergebnissen der Engagementsforschung allgemein werden in den Hauptkapiteln des Buches konkrete Bürgerbeteiligungsverfahren und die dabei angewendeten Methoden vorgestellt und analysiert ("Bürgerpanels" aus Deutschland und Grossbritannien). Aufgrund der Darstellung dieser Erfahrungen werden in den abschliessenden Kapiteln Lessons Learned präsentiert, die helfen, die Bürgerbeteiligung zu erhöhen.


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 Handbuch

 Links

 Dokumentinformationen
  • Autor: R. Salkeld
  • Erstellt:
    02. März 2005
  • Redaktor: A. Mordasini
  • Dokumententyp: Begleitaufgaben