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 Handbuch:  Basiswissen zur Nachhaltigkeit

 
 

LA21 – langfristige Sicherung

Frage: Welche Bedingungen sollten geschaffen werden, um den LA21-Prozesse langfristig zu stabilisieren?

Kurz gesagt: Ein LA21-Prozess ist ein langfristiges Vorhaben. Verschiedene Bedingungen müssen erfüllt sein, damit die LA21 nicht nach einem halben Jahr von der politischen Bühne verschwindet. Mit den richtigen Strategien können diese Bedingungen gefördert werden: Beispielsweise ist es sinnvoll, die LA21 zur „Chefsache“ zu erklären, attraktive Modellprojekte umzusetzen und die LA21 mit anderen Strängen gesellschaftlichen Engagements zu vernetzen.

 

Langfristige Sicherung als Aufgabe des Prozessmanagements

Die langfristige Sicherung eines LA21-Prozesses ist das Ziel eines guten Prozessmanagements (>> Prozessmanagement). Die Kunst dabei ist, im richtigen Zeitpunkt gewisse Stabilisierungsbedingungen aufzubauen und zu nutzen. Im Folgenden sind wichtige Bedingungen aufgelistet, die einen LA21-Prozess langfristig sichern helfen (Stabilisierungsbedingungen). Die Bedingungen können mit verschiedenen Strategien gezielt geschaffen werden (Stabilisierungsstrategien).

 

Tabelle 1: Stabilisierungsbedingungen: Politischer Rahmen

Tabelle 1: Stabilisierungsbedingungen: Politischer Rahmen

Quelle: Brand, Karl-Werner et al. (2001): Bedingungen institutioneller Stabilisierung lokaler Agenda 21-Prozesse. Modellhafte Stabilisierungspfade. Bremen: Universität Bremen, ZWE Arbeit und Region.
Mit ">>" wird auf Texte im Handbuch verwiesen.

 

Tabelle 2: Stabilisierungsbedingungen: Thematische Integration

Tabelle 2: Stabilisierungsbedingungen: Thematische Integration

Quelle: Brand, Karl-Werner et al. (2001): Bedingungen institutioneller Stabilisierung lokaler Agenda 21-Prozesse. Modellhafte Stabilisierungspfade. Bremen: Universität Bremen, ZWE Arbeit und Region.
Mit ">>" wird auf Texte im Handbuch verwiesen.

 

Tabelle 3: Stabilisierungsbedingungen: Prozessmanagement, Öffentlichkeitsarbeit, Monitoring

Tabelle 3: Stabilisierungsbedingungen: Prozessmanagement, Öffentlichkeitsarbeit, Monitoring

Quelle: Brand, Karl-Werner et al. (2001): Bedingungen institutioneller Stabilisierung lokaler Agenda 21-Prozesse. Modellhafte Stabilisierungspfade. Bremen: Universität Bremen, ZWE Arbeit und Region.
Mit ">>" wird auf Texte im Handbuch verwiesen.

 

Tabelle 4: Stabilisierungsbedingungen: Vernetzung, Einbezug der Bevölkerung

Tabelle 4: Stabilisierungsbedingungen: Vernetzung, Einbezug der Bevölkerung

Quelle: Brand, Karl-Werner et al. (2001): Bedingungen institutioneller Stabilisierung lokaler Agenda 21-Prozesse. Modellhafte Stabilisierungspfade. Bremen: Universität Bremen, ZWE Arbeit und Region.
Mit ">>" wird auf Texte im Handbuch verwiesen.

 

Linkverzeichnis

  • http://www.naturama.ch/projekte/pro_down0.cfm
    Die für den Kanton Aargau entwickelte Checkliste Interessenabwägung Nachhaltigkeit kann für die Beurteilung von grösseren Vorhaben in Hinblick auf eine Nachhaltige Entwicklung angewendet werden. Früh angewendet kann sie helfen, ein Vorhaben besser auf Nachhaltigkeit auszurichten und zu überprüfen, ob die Interessen der verschiedenen Akteure angemessen berücksichtigt werden. Auf der Homepage steht die Checkliste zum Download zur Verfügung. Die dort erhältliche elektronische Checkliste ist nur mit Windows-PC nutzbar (Access). Einige wenige Fragen der Checkliste sind auf den Kanton Aargau bezogen und machen nur Sinn im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeitspolitik dieses Kantons. Unten bei den Literaturangaben stehen die Checkliste Interessenabwägung Nachhaltigkeit, der zugehörige Bericht "Nachhaltige Entwicklung im Kanton Aargau" und dessen Anhang mit 30 Indikatorblättern zum runter laden bereit.

 

Literaturverzeichnis

  • von Stockar, Thomas et al. (2001): Kantonale Richtplanung und Nachhaltige Entwicklung. Eine Arbeitshilfe. Bern: ARE.
    Bericht «Bedingungen institutioneller Stabilisierung Lokaler Agenda 21-Prozesse». Die ausführliche Untersuchung zeigt anhand verschiedener Fallbeispiele auf, welche Bedingungen einen LA21-Prozess langfristig sichern, an welchen Faktoren die Umsetzung dieser Bedingungen oft scheitert und mit Hilfe welcher Strategien und Instrumente dem abgeholfen werden könnte.
    »Download ARE_2001.pdf (pdf; 2111kB)
  • Brand, Karl-Werner et al. (2001): Bedingungen institutioneller Stabilisierung lokaler Agenda 21-Prozesse. Modellhafte Stabilierungspfade. Universität Bremen.
    Dieser umfangreiche Bericht einer von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt finanzierten Studie befasst sich eingehend mit der institutionellen Stabilisierung von Lokalen Agenda 21-Prozessen. Neben Grundlagenwissen zum Thema werden die Prozesse von drei LA21-Prozessen in Deutschland im Rahmen von Fallstudien (Bremen, München und Herzogenaurach) intensiv dargestellt und analysiert. Auch wenn sich zwei der drei Fallstudien auf grosse Deutsche Städte beziehen, lassen sich durch die detaillierten Analysen Erkenntnisse auch für Schweizerische Agenda-21-Prozesse und für Partizipationsprozesse generell gewinnen. Die dritte Fallstudie, Herzogenaurach, ist hingegen sowohl in Bezug auf die Gemeindegrösse (23 600 Einwohnerinnen und Einwohner) als auch in Bezug auf die Struktur vergleichbar mit Schweizer Städten. Neben Schlussfolgerungen wird im 8. Kapitel ein "Werkzeugkasten" mit Stabilisierungsinstrumenten präsentiert.
    »Download Brand et al._2001.pdf (pdf; 1253kB)
  • Kanton Aargau (2006): Checkliste Interessenabwägung Nachhaltigkeit des Kantons Aargaus.
    Checkliste Interessenabwägung Nachhaltigkeit als zip-Datei. Für eine detaillierte Beschreibung siehe oben bei den Links.
    »Download Kanton Aargau_2006 (zip; 211kB)
  • Kanton Aargau (2005): Nachhaltige Entwicklung im Kanton Aargau.
    Für eine detaillierte Beschreibung siehe oben bei den Links.
    »Download Kanton Aargau_2005 (pdf; 3722kB)
  • Kanton Aargau (2005): Anhang zum Bericht "Nachhaltige Entwicklung im Kanton Aargau".
    Für eine detaillierte Beschreibung siehe oben bei den Links.
    »Download Kanton Aargau_2005_Anhang (pdf; 564kB)
  • Fricker, Jonas et al. (2010): Nachhaltigkeitsorientierte Führung von Gemeinden. Einführung und Leitfaden für die Praxis. Chur: Rüegger Verlag.
    Der Leitfaden des Kompetenzzentrums für nachhaltige Gemeinden bietet in übersichtlicher Form eine Zusammenstellung von Hinweisen, Instrumenten und Checklisten mit Blick auf eine nachhaltige Entwicklung von Gemeinden. Die Darstellung von Modellen und Ansätzen der Prozessgestaltung ebenso wie die vielen Praxisbeispiele unterstützen eine zielorientierte Gestaltung und Überprüfung der Prozesse, die erforderlich sind, wenn sich eine Gemeinde in ihrer Entwicklung an der Idee der Nachhaltigkeit orientieren will. Zur praxisnahen Gestaltung des Leitfadens gehört es auch, dass die Einführung einer nachhaltigkeitsorientierten Gemeindeführung an den konkreten Schritten, die dabei zu erfolgen haben, gezeigt wird. Eine Auswahl der Instrumente, Checklisten und Beispiel steht auf www.nogf.ch online zur Verfügung.
  • Born, Manfred & Kreuzer, Klaus (2002): Nachhaltigkeit Lokal. Lokale Agenda 21 in Deutschland. Eine Zwischenbilanz 10 Jahre nach Rio. Bonn: Forum Umwelt und Entwicklung & Servicestelle Kommunen in der Einen Welt.
    In der vom Forum Umwelt & Entwicklung und der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt herausgegebenen Broschüre wird eine Zwischenbilanz für die Lokalen Agenda 21-Prozesse 10 Jahre nach Rio 92 gezogen. Dabei wird sowohl der Stand der Umsetzung der Lokalen Agenda 21 weltweit und vertieft in Deutschland analysiert. Ebenfalls sind in der Broschüre Handlungsempfehlungen zur Stabilisierung von Lokalen Agenda 21-Prozessen zu finden. In einer Linkliste sind des Weiteren die Internetauftritte der LA 21-Prozesse in Deutschland aufgelistet.
    »Download Born&Kreuzer_2002.pdf (pdf; 935kB)
  • Jonuschat, Helga et al. (2009): Wege zum Erfolg: Wie der Transfer von lokalen Nachhaltigkeitsprojekten gelingt. Berlin: Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT).
    Vom Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) herausgegebene Broschüre, in der praxisnah beschrieben wird, wie aus Projektideen breit mitgetragene sowie stetig weiter laufende Projekte werden. Die Broschüre ist als Arbeitsinstrument ausgelegt. Entsprechend enthält sie viele konkrete Tipps und Anregungen für Personen, die selber Projekte im Zusammenhang mit Nachhaltiger Entwicklung initiieren und durchführen wollen sowie Checklisten. Die Broschüre kann ausserdem als Quelle für Ideen und als Anregung für die Initiierung von Nachhaltigkeitsprojekten dienen. So finden sich in der Broschüre viele Praxisbeispiele sowie Link- und Literaturlisten zu Projekten, Modellvorhaben, Netzwerken u.ä.


 Weiteres dazu im
 Handbuch

 Links

 Dokumentinformationen
  • Erstellt:
    09. November 2004
  • Dokumententyp: Basiswissen